Vortragsreihe – »100 Jahre Tscheka – 100 Jahre (post-)kommunistische Geheimdienste«

Am 20. Dezember 1917 gründeten die Bolschewiki die Tscheka, die „Außerordentliche Kommission zur Bekämpfung von Sabotage und Konterrevolution“, als erste sowjetische Geheimpolizei. Sie und ihre Nachfolgerinnen bildeten das Modell für alle inneren Sicherheitsapparate des kommunistischen Machtbereichs. Millionenfacher Mord, die radikale Verfolgung aller „Feinde“ der Sowjetmacht und die Massenüberwachung der eigenen Bevölkerung gingen auf ihr Konto. Als repressiver Arm der Kommunistischen Partei prägte die Geheimpolizei die Herrschaftspraxis in Stalinismus und Poststalinismus. Als der Kommunismus als ideologische Ordnung 1989/91 verschwand, entwickelte sich das Erbe dieser Apparate zu einer schweren Hypothek für den Aufbruch zu Freiheit und Demokratie.

Die Vortragsreihe widmet sich dem Wandel und der Stabilität des Selbstverständnisses der kommunistischen Geheimpolizeien, dem öffentlichen Blick auf die „Tschekisten“ aller Länder und ihrer Rolle als Machtfaktor – im „Zeitalter des Kommunismus“ und bis in die Gegenwart.

Dienstag, 9. Januar 2018, 19 Uhr
„’Special Zones« of Memory. Reflections on the Centenary of the Soviet Secret Police“ Julie Fedor (Universität Melbourne) Vortrag und Podiumsgespräch (in engl. Sprache) mit Gabriele Freitag (DGO)

Dienstag, 23. Januar 2018, 19 Uhr
„Exportartikel Geheimpolizei. Der Aufbau der Geheimpolizeien in Ostmitteleuropa und der DDR“ Andreas Hilger (Deutsches Historisches Institut Moskau) Vortrag und Podiumsgespräch mit Jan C. Behrends (ZZF)

Dienstag, 13. Februar 2018, 19 Uhr
„Die Internationale der Tschekisten. Eine Kulturgeschichte der Geheimpolizeien im Ostblock“ Emmanuel Droit (Universität Straßburg) Vortrag und Podiumsgespräch mit Jens Gieseke (ZZF)

Dienstag, 27. Februar 2018, 19 Uhr
„Vom KGB zum FSB. Der Geheimdienst in Russland heute“ Evgenia Lezina (Levada-Zentrum Moskau) Vortrag und Podiumsgespräch (mit russisch-deutscher Übersetzung) mit Manfred Sapper (DGO/Zeitschrift „Osteuropa“)

Veranstaltungsort:
Besucherzentrum der Gedenkstätte Berliner Mauer Bernauer Str. 119
13355 Berlin

Das Programm der Vortragsreihe finden Sie hier. Die Vortragsreihe ist eine Kooperation der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde, des Beauftragten für die Aufarbeitung der SED-Diktatur im Land Berlin, der Stiftung Berliner Mauer und des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam.

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CfP: 2018 International Conference, Centre of Excellence in Estonian Studies “On the Move: Migration and Diasporas”, Deadline: 15.06. https://t.co/DF1uLNdORZ

Aufbruch zu Demokratie und Nationalstaatlichkeit in Mittel- und Ostmitteleuropa? Weitere Informationen zur Tagung hier: https://t.co/UlJyYR2bAm

100 Jahre belarussische Staatlichkeit: Das Verhältnis von Staat und Nation, 28.05., Berlin #DGO https://t.co/YjgzslyG50

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