Workshop für NachwuchswissenschaftlerInnen aus Deutschland und Russland – Raumaneignung und lokale Transformationsprozesse im Kontext russischsprachiger Migration

08.–11. Oktober 2017 
Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS), Universität Osnabrück

Migration ist ein konstitutives Element der Stadtentwicklung und ein selbstverständlicher Teil der urbanen Lebensgestaltung einer Einwanderungsgesellschaft. MigrantInnen sind somit nicht wegzudenkende AkteurInnen, die nicht nur das Stadtbild sichtbar prägen, sondern auch im Rahmen ihrer Handlungsmöglichkeiten die Entwicklung und Gestaltung des städtischen Alltags sowie urbaner Räume und somit der Gesellschaft mitbestimmen. Spätestens seit dem spatial turn hat der Raum eine wichtige Rolle in der geistes- und sozialwissenschaftlichen Forschung eingenommen. Das geografisch-physische Verständnis des Raumes, in dem wir zusammen leben und interagieren, wurde um die sozio-kulturelle Komponente, verstanden als das Resultat unserer sozialen Beziehungen, erweitert. Mit diesem Paradigmenwechsel ist der Raum zu einem Konzept geworden, das interdisziplinär verhandelt wird.

In diesem interdisziplinären, internationalen Workshop soll folgenden Fragen nachgegangen werden: Wie verändern russische bzw. russischsprachige MigrantInnen durch ihre alltäglichen Praktiken Raum? Wie eignen sie sich Orte an? Wie schaffen bzw. gestalten sie neue Orte? Wie werden grenzüberschreitende ökonomische, soziale und kulturelle Elemente in der Migration genutzt, neu definiert und in Lebensentwürfen verbunden? Neben der theoretisch-methodischen Auseinandersetzung mit dem Raumkonzept in ausgewählten Dissertationsprojekten, sollen im forschungspraktischen Teil des Workshops, vor Ort in Osnabrück Raumaneignungen bzw. -transformationen verschiedenster Art (Restaurants, Supermärkte, Reisebüros, Kirchen bzw. Religionsgemeinschaften usw.) russischer bzw. russischsprachiger MigrantInnen punktuell untersucht und deren sozio-kulturelle Implikationen reflektiert werden.

Entnehmen Sie der Ausschreibung weitere Informationen.

print

Latest Tweets

CfP: Voluntary Work in Serbia and Slovenia 1980-2000, Ljubljana, Deadline: 15.11. https://t.co/8oCeLhiX9b

New issue of Ukraine Reform Monitor just out! Result of @ZOiS @Carnegie_Europe @CarnegieEndow cooperation https://t.co/dQoxEowdzS

Neue #WIFO-Studie: #Russland-#Sanktionen kosteten die #EU-Staaten 30 Milliarden Euro - davon entfällt ein Drittel auf #Deutschland

CfA: Fellowships, CAS Research Group “Power Shifts in International Institutions“, Munich, Deadline: 10.12.2017 https://t.co/23MzUkUKPg

Load more Tweets